Splinter Cell soll kein Bond oder Bourne Film werden

Ubisoft´s Filmadaption von Assassin´s Creed wurde leider kein Box Office Liebling - trotz der Besetzung von hochkarätigen Schauspielern wie Michael Fassbender oder Marion Cortillard. Die Einspielergebnisse sowie Kritikerbewertungen blieben hinter den Erwartungen zurück. Natürlich kommen noch die Einnahmen von China und Japan (Filmstart Februar/März)dazu, allerdings soll man nicht allzu viel erwarten. Dennoch plant Ubisoft eifrig schon weitere Filmadaptionen, darunter auch Splinter Cell. Ursprünglich war geplant, dass der Film 2015 erscheinen soll, aber durch den Absprung von Regisseur Doug Liman wurde es wieder still um die Adaption. Nun gibt es neue Informationen zum Film vom Produzent Basil Iwanyk (John Wick). Die gute Nachricht ist, das Projekt ist noch nicht tot. Hier ist ein Ausschnitt aus dem Interview mit Collider:

Collider: Produzierst du immer noch Splinter Cell?

Basil Iwanyk: Ja, das tue ich. Wir haben ein Drehbuch. Es ist etwas lang, aber es ist das beste, das wir jemals hatten. Ich komme gerade von Mexiko City zurück, wir werden es kürzen und dann Tom (Hardy) geben. Wir hoffen, dass wir die Produktion in 2017 fertig stellen werden.

Collider: Wird es wegen der Einspielergebnisse von Assassin´s Creed, finanzielle Auswirkungen auf Splinter Cell geben? Oder sind es zwei verschiedene Dinge?

Basil Iwanyk: Zwei verschiedene. Die Story um Assassin´s Creeds finanziellen Erfolg muss noch geschrieben werden, schließlich ist Assassin´s Creed noch nicht überall angelaufen. Assassin´s Creed hat eine ganz spezifische Welt, sowie Story, Charaktere und andere Dinge. Splinter Cell ist ein Shooter Spiel und hat nicht diese spezielle Hintergrundgeschichte wie bei Assassin´s Creed. Das macht es uns einfacher eine eigene Welt zu kreieren. Unser Film wird sich nicht anfühlen, als wäre es eine Adaption von einem Spiel.  

Als Fan der Splinter Cell Reihe, muss ich hierbei Iwanyk leider widersprechen und ich bin mir sicher, dass andere Fans mir zustimmen würden. Auch Splinter Cell hat eine große Hintergrundgeschichte. Denn durch die Spielereihe sehen wir nicht nur die Entwicklung von Sam Fisher als Agent von Third Echelon, sondern auch die Entwicklung seiner Persönlichkeit, die nicht nur durch seine Missionen sondern auch durch seine persönlichen Tragödien und Beziehungen zu den andere Figuren geprägt werden. Man sieht außerdem auch die Weiterentwicklung von der Organisation, Third Echelon, für die er lange arbeitete. Wie sie aufgebaut wird, zerfiel und "wiedergeboren" wird. Splinter Cell ist keine reine Fiktion. Sie ist auf Realitäten, die wir kennen aufgebaut und beschäftigt sich mit den gleichen Bedrohungen und Themen in der Welt, wie im echten Leben auch.  

Collider: Tom Hardy redet schon seit Jahren über Splinter Cell. Ich denke, er ist ein Gamer.

Basil Iwanyk: Ja, das ist er. Und er hat sehr viele Freunde aus diese Welt, also keine Gamer sondern Special Ops. Er möchte unbedingt diese Rolle spielen. Das ist genau das, was uns so begeistert, einfach Tom Hardy diese Rolle spielen zu sehen.

Collider: Wird es ein R-Rated (FSK 18) Film werden?

Basil Iwanyk: Nein, aber wir versuchen unser bestes das PG-13 (FSK 12) Niveau zu halten. Es wird nicht wie John Wick sein, aber knallhart wird es trotzdem.

Collider: Wird es ein Bezug auf echte Events geben oder was habt ihr für die Story geplant?

Basil Iwanyk: Es ist mehr so, dass wir versuchen uns von den neuen Bond-Filmen sowie den Jason Bourne Filmen zu distanzieren. Beide Filme haben eine klare Sicht auf Gut und Böse. Wir beschäftigen uns aber mit der Frage: Was haben wir auf der Welt noch nicht gesehen? Welche Konflikte haben wir noch nicht bearbeitet? Wie können wir etwas zeigen, was es vorher in dieser Form noch nicht gab?

Nun wir sind gespannt, ob Herr Iwanyk eine Antwort finden konnte. Schreibt uns was ihr davon haltet, dass Splinter Cell kein Bond oder Bourne Film werden soll.

Quelle: collider.com